Kulturverein

Ende 1998 bis 2011

Infoladen Grauzone im z6 1999 - 2001

Weitere Aktivitäten im Z6, Utopia, Spektrum, Workstation

Kulturverein Grauzone

Der Kulturverein Grauzone entsteht Ende 1998 und kann auch als Nachfolgegruppe der Anarcho-Gruppe Libertäre Liga gesehen werden. Diese Gruppe ist 1994 von zwei Innsbrucker Schülern gegründet worden. Der Kulturverein Infoladen Grauzone (so am Beginn die offizielle Bezeichnung) ist am Anfang vor allem im Jugendzentrum z6 verortet, da dort eine kleine Räumlichkeit ihnen überlassen worden ist. Es sind im z6 Konzerte und Vorträge veranstaltet worden. Dafür benutzt die Grauzone das Cafe Sub im z6, in den vorderen Räumlichkeiten des Jugendzentrums, welches sich als antirassistisches und antifaschistisches Cafe positionierte.

Der Infoladen des Kulturvereins ist zwei Mal die Woche, sowie bei Grauzone Veranstaltungen geöffnet gewesen. Der Schwerpunkt des Infoladens liegt im Verkauf von Büchern, Zeitschriften und Klamotten zu Themen wie Antifa, Feminismus, Antikapitalismus oder Anarchismus. Mit einer Neubesetzung der Leitungsstelle des z6, musste der Kulturverein Grauzone das Jugendzentrum verlassen und engagierte sich seit 2002 in der plattform mobiler Kulturinitiativen (p.m.k). Dieser Zusammenschluss aus verschiedenen Subkulturvereinen hatte sich zum Ziel gesetzt ein Kulturzentrum zu etablieren. Durch Aufsehenserregende Aktionen in der ganzen Stadt (Straßenparade, Konzerte, Hausbesetzungen, etc.), schaffte es die Grauzone mit den anderen Vereinen ein Kulturzentrum in den Innsbrucker Bögen (heutige p.m.k.) zu etablieren. Mit der Beteiligung an der p.m.k. organisierte die Grauzone das Infobeisl, eine neue Form des Infoladens. 

Die Geschichte des Kulturzentrums p.m.k. in Innsbruck ist in seiner Gründungsphase sowie den ersten fünf Jahre seiner Tätigkeit eng mit dem Kulturverein Grauzone verbunden. Jedoch führten verschiedene Konflikte zwischen dem Kulturverein Grauzone und dem damaligen p.m.k. Vorstand zum Ausschluss im Jahre 2009. Die Grauzone ist einerseits bei der Etablierung des Cafe Decentrals beteiligt und andererseits noch bis 2011 als eigenständiger aktiv, bevor der Verein aufgelöst wurde. Somit endet die Geschichte des bis heute am längsten tätigen und dezidiert linksradikalen Kulturverein in Innsbruck.

Maurice Munisch Kumar

 

Quellen/Weitere Infos:


Sanders Gregor: Diplomarbeit/Soziale Bewegungen in Tirol. Zwischen Kultur schaffen und Widerstand. Innsbruck, 2010.

 

Links

> Website der Grauzone

> Wordpress Website der Grauzone

muecke