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TRAUMWERKSTATT
TRAUMWERKSTATT 2015

Werkstätten- und Kulturhaus

1983 - 1995

Innsbruck, Wilten, Tschamlerstrasse 3

heute: Weekender Club

Träger:
Traumwerkstatt - Verein zur Entwicklung kreativer, jugendgerechter Arbeitsmethoden im Handwerksbereich

 

 

 

TRAUMWERKSTATT

Die Idee der Traumwerkstatt entstand unter der Führung von Gerhard Höckner, Klaus Bucher und Lies Bielowski. Anfang der 1980er Jahre gab es unter dem damaligen SPÖ-Sozialminister Alfred Dallinger umfassende Förderungen für selbstverwaltete Werkstättenprojekte. Die Traumwerkstatt erhielt als Startsubvention eineinhalb Jahresmieten. Auf der Suche nach dem richtigen Ort für die Idee des alternativen Kaufhauses, wo Kultur, Soziales und Handwerk zur Symbiose wird, hat man sich verschiedene Orte angeschaut, wie zum Bsp. in der Hunoldstraße. Dort ist heute der Sozialverein Werkstatt zu Hause. Doch man fand für diese Vision ein Gebäude in einer ehemaligen leerstehenden Schlosserei von Stahlbau Fritz in Wilten, in der Tschamlerstraße. 

Inzwischen war die beiteiligten Personen bei der Traumwerkstatt: Gerhard Höckner, Lies Bielowski, Klaus Bucher, Christine Magreiter (später beim Utopia dazu gekommen), Gerhard Ambrosig, Hermine Span, Peter Mayerhofer, Pöschl Maria, Astrid Kirchbaumer, Martina Danzl, Bernhard Stummvoll, Reinhard Schalhaas  das Kunstkollektiv Cunst&Co sowie Franz Krug mit seiner Bücherei Parnass sind erst später dazu gestossen. 

Da es nach der erstmaligen Mietfinanzierung keine Zusage für weitere Förderungen gab, haben Klaus Bucher und Christine Margreiter in den leeren Räumlichkeiten auf einige Faust angefangen. Das war der Beginn des Kulturzentrums Utopia. 

Die Tischlerei und die Schlosserei bekamen keine Anlagengenehmigung und mussten abwandern. Zurück blieben im Gebäude Hermine Span (die dann bald das Haus Richtung Garage beim Treibhaus verließ), Lies Bielowski mit ihrem Nähatelier (verließ ebenfalls das Haus), Cunst&Co, eine Töpferei, Bücherei Parnass (bis 1988 dann kam das TAK – Tiroler Autorenkollektiv). Gerhard Höckner war der letzte Offizielle von der Traumwerkstatt. Er war Obmann bis zum Schluss und die Traumwerkstatt war bis 1995 der eigentliche Hauptmieter des Gebäudes des Utopias.

Maurice Munisch Kumar